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1 Jahr als Praktikantin in der Hochzeitswelt

Mein Abschlussbericht

Mitte Mai 2025 begann für mich ein ganz besonderer Lebensabschnitt - ich habe mich als Vorbereitung auf mein Studium für ein einjähriges Praktikum in der Hochzeitswelt entschieden. Ihr wollt wissen, was ich alles erlebt habe?

Hier ist mein Abschlussbericht - 1 Jahr später.

Seit ich denken kann, bin ich fasziniert von Hochzeiten und allem drum und dran. Als ich 12 Jahre alt war, lernte ich erstmals den Beruf der Hochzeitsplanerin kennen - durch ein Buch, das ich damals gelesen habe, und ich wusste direkt, das möchte ich machen, wenn ich groß bin.

Acht Jahre, zwei Praktika und etliche Recherchen, Erfahrungen und Einblicke später, liebe ich Hochzeiten und die gesamte Planung, die damit zusammenhängt, mehr denn je.

Bei Alex habe ich sowohl Einblicke in die Hochzeitsplanung, als auch in die Papeterie bekommen und durfte wirklich in jeden einzelnen Bereich, den es als selbstständige Unternehmerin gibt, reinschnuppern.

Ich habe gelernt, wie man ein Unternehmen aufbaut, im Hintergrund Systeme und Konzepte erstellt, Rechnungen schreibt und alles, was noch so dazugehört.

Aber vor allem durfte ich all das kennenlernen und machen, was so richtig Spaß macht; Designs erstellen, diese ausarbeiten, mit Kunden und anderen Dienstleistern zusammenarbeiten, alles mögliche recherchieren und brainstormen und natürlich: Planen, planen, planen! Shootings, Events und ganz besonders Hochzeiten!

Ich war im Laufe des Praktikums bei insgesamt vier Hochzeiten dabei und jede davon war einzigartig und ganz besonders. So vielfältig und individuell, wie auch die Brautpaare waren.

Und nach jeder Hochzeit wurde mir klarer: Das hier, das ist meine Welt. Planen, umsetzen, Menschen glücklich zu machen, all das gehört zu diesem Job dazu und obwohl es auch nervige Aufgaben - und auch manchmal schwierige Personen - gibt, macht es einfach nur Spaß!

Viele Stunden im Büro, flauschige Kollegen und unzählige Home Office Tage später, sitze ich nun hier und versuche, in Worte zu fassen, was ich alles erlebt habe.

Ich habe gelernt, offener mit Menschen umzugehen, wurde zu Telefonaten gezwungen, was im Nachhinein gar nicht sooo schlimm war, habe viele viele liebe Dienstleister kennengelernt und habe begonnen, mich für später zu vernetzen. Ich habe festgestellt, dass Hochzeit nicht gleich Hochzeit ist, dass Liebe für jedes Brautpaar anders aussieht und jedes noch so kleine Detail perfekt geplant sein muss, damit die Hochzeit am Ende reibungslos abläuft.

Besonders beeindruckt hat mich, wie viel Arbeit hinter den Kulissen passiert, die als Gast auf einer Hochzeit kaum jemand wahrnimmt - wobei ich davon nicht viel Ahnung habe, denn ich war bisher noch nie als Gast bei einer Hochzeit! Umso besonderer, dass ich schon immer wusste, dass ich mal in der Hochzeitswelt landen werde! Denn ich kannte diese Welt nur von Erzählungen, Social Media und meinen eigenen Vorstellungen und Fantasien - und jetzt kann ich sagen, das meiste ist noch viel schöner als ich es mir je hätte ausmalen können.

Ich glaube, mein Lieblingsteil ist neben der Trauung das Ende. Klingt vielleicht seltsam, aber das ist ein ganz besonderes Gefühl - der Hochzeitstag ist (zumindest für uns als Dienstleister) vorbei, es liegt eine ganz besondere Stimmung in der Luft, im besten Fall war der Tag ein Traum und alles lief perfekt. Dann verabschiedet man sich und das Brautpaar ist so glücklich und so dankbar für die Arbeit, die man geleistet hat - der schönste Part daran.

Die Anerkennung zu erhalten, dafür dass man so lange Teil des Weges zum großen Tag war und alles perfekt organisiert war, sodass das Brautpaar nichts tun musste und einfach ihren ganz besonderen Tag entspannt genießen konnte - das ist es doch, was uns die Kraft für diesen Beruf gibt.

Stundenlange Abstimmungen, Zeitpläne, Kalkulationen, Designentwürfe, E-Mails und spontane Problemlösungen gehören genauso dazu wie die ganzen schönen und einzigartigen Momente auf den Hochzeiten selbst. Mit der Zeit durfte ich immer mehr Verantwortung übernehmen, eigene Ideen einbringen und Aufgaben selbstständig bearbeiten - ich war eine feste Mitarbeiterin der Unternehmen und durfte auch zu jedem Termin mitkommen und bei jedem Call dabei sein - denn nur so bekommt man wirklich ehrliche und ungeschönte Einblicke hinter die Kulissen!

Gerade das Vertrauen, das mir entgegengebracht wurde, hat mir geholfen, sicherer zu werden und über mich hinauszuwachsen. Oft habe ich Dinge gemacht, die ich mir zu Beginn des Praktikums nicht zugetraut hätte – und genau daran wächst man am meisten. Natürlich gab es auch Tage, an denen nicht alles perfekt lief. Deadlines mussten eingehalten werden, Pläne wurden spontan geändert und manchmal lief etwas anders als gedacht - wenn man mit Menschen arbeitet, gehört das einfach dazu.

Aber genau diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie wichtig Flexibilität, Organisation und gute Kommunikation sind – Fähigkeiten, die weit über die Hochzeitsbranche hinaus wertvoll sind.

Ende April durfte ich dann etwas ganz besonderes tun:

Ein eigenes Shooting organisieren. Mein allererstes komplett eigenes Event in der echten Hochzeitswelt. Monatelang habe ich recherchiert, mit Dienstleistern geschrieben, organisiert, geplant, Pläne umgeworfen, teilweise von vorne begonnen - denn für mich stand von Anfang an fest: Mein erstes Projekt, mein offizieller eigener Start in die Hochzeitswelt, das muss richtig richtig gut werden.

Also habe ich sowohl im Büro, als auch (vor allem) in meiner Freizeit Pinterest von oben bis unten durchforstet, habe Designentwürfe skizziert, Ideen gesammelt, Listen über Listen geschrieben und gebrainstormed ohne Ende. Ich wusste schon ziemlich von Anfang an, dass es sich rund ums Thema Cowboy/ Country Ästhetik drehen sollte.

Und dabei blieb es dann.

Ich habe mein Konzept perfektioniert, mir Dienstleister zusammengesucht, meine liebe Freundin Amely gebeten, gemeinsam mit ihrem Freund mein Brautmodel zu werden und habe mich auf Locationsuche gemacht. Pläne wurden verworfen, Ideen mussten umgeändert werden, aber nach monatelanger wirklich harter Arbeit stand dann der Tag bevor.

Am 19. April 2026 hat auf Gut Ascheberg mein allererstes Event stattgefunden - von mir mit größter Liebe zu jedem noch so kleinen Detail organisiert.

Der Tag war wundervoll - alles lief perfekt, die Stimmung war toll und ich bin mehr als stolz auf dieses so gelungene Projekt! (Bei Instagram gibt es bereits Einblicke in mein Shooting)

Und somit war auch mein Abschlussprojekt vorbei.

Zwei Monate und zwei Hochzeiten später und plötzlich ist ein ganzes Jahr (und ein Monat) vergangen.

Eine Ära endet, eine neue beginnt. Denn mit dem Abschluss dieses Praktikums beginnt ein ganz neuer Lebensabschnitt für mich.

Voller Dankbarkeit und Stolz blicke ich nun auf 13 Monate zurück, in denen ich meinen Traum verfolgt und ihm ein riesiges Stück näher gekommen bin. 13 Monate voll harter Arbeit, ganz besonderen Momenten und vor allem ganz viel Freude liegen hinter mir.

Ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen, selbstständiger zu arbeiten und auf meine eigenen Fähigkeiten zu vertrauen. Vor allem aber habe ich die Bestätigung gefunden, dass ich beruflich den richtigen Weg eingeschlagen habe.

Nach einem Jahr voller kreativer Projekte, wunderschöner Hochzeiten, spannender Herausforderungen und unzähliger neuer Erfahrungen kann ich mit Sicherheit sagen: Meine Begeisterung für diese Branche ist größer denn je.

Danke an all die lieben Menschen, die ich auf diesem Weg kennenlernen durfte.

Danke für all die Erfahrungen und Einblicke, die ich gesammelt und erhalten habe.

Danke an alle, die schon immer an mich geglaubt haben.

Bis bald - und dann sehen wir uns auf der anderen Seite <3

Eure Maie

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